Die romantische Schule - Heinrich Heine

By Heinrich Heine

Release Date: 2012-01-01

Genre: Nonfiction

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Die romantische Schule Heinrich Heine
Bis heute löst Heine bei nicht wenigen Aversionen und Unbehagen aus. "In Deutschland ĂŒber Heine zu schreiben, ist immer noch eine heikle Sache", so Marcel Reich-Ranicki. Grund fĂŒr diese ablehnende Haltung ist jedoch eine Verwechslung oder fĂ€lschliche Synonymisierung. So sieht man in Heines unbedingt freiem Blick, seiner Leidenschaft zur Wahrhaftigkeit, seinem Zynismus, dem vorgeblich nichts heilig ist, einen Mangel an ReligiositĂ€t oder in seiner beißenden Kritik an den weltflĂŒchtig-jenseitsorientierten Phantasiewelten der deutschen Romantik eine Absage an ReligiositĂ€t schlechthin. Doch diese Deutung erweist sich als zu einseitig, denn im Mindesten war Heine ambivalent: zu Gott verhielt er sich mit den Worten Zuckmayers wie ein "glĂ€ubigster Zweifler" und zur Deutschen Romantik wie ein Fliehender und Suchender zugleich. "Nachdem ich dem Sinne fĂŒr romantische Poesie in Deutschland die tödlichsten SchlĂ€ge beigebracht, beschlich mich selbst wieder eine unendliche Sehnsucht nach der blauen Blume im Traumlande der Romantik." (Heinrich Heine: GestĂ€ndnisse)

Die romantische Schule - Heinrich Heine

By Heinrich Heine

Release Date: 2012-01-01

Genre: Nonfiction

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Bis heute löst Heine bei nicht wenigen Aversionen und Unbehagen aus. "In Deutschland ĂŒber Heine zu schreiben, ist immer noch eine heikle Sache", so Marcel Reich-Ranicki. Grund fĂŒr diese ablehnende Haltung ist jedoch eine Verwechslung oder fĂ€lschliche Synonymisierung. So sieht man in Heines unbedingt freiem Blick, seiner Leidenschaft zur Wahrhaftigkeit, seinem Zynismus, dem vorgeblich nichts heilig ist, einen Mangel an ReligiositĂ€t oder in seiner beißenden Kritik an den weltflĂŒchtig-jenseitsorientierten Phantasiewelten der deutschen Romantik eine Absage an ReligiositĂ€t schlechthin. Doch diese Deutung erweist sich als zu einseitig, denn im Mindesten war Heine ambivalent: zu Gott verhielt er sich mit den Worten Zuckmayers wie ein "glĂ€ubigster Zweifler" und zur Deutschen Romantik wie ein Fliehender und Suchender zugleich. "Nachdem ich dem Sinne fĂŒr romantische Poesie in Deutschland die tödlichsten SchlĂ€ge beigebracht, beschlich mich selbst wieder eine unendliche Sehnsucht nach der blauen Blume im Traumlande der Romantik." (Heinrich Heine: GestĂ€ndnisse)

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