Paris, kurz nach Mitternacht. Die StraĂen glĂ€nzten feucht im Schein der Laternen, als hĂ€tte der Regen sie poliert, um das Licht zu spiegeln. Die Stadt schlief nie ganz, aber in diesen Stunden, wenn selbst die Tauben auf den DĂ€chern verstummten, lag ein besonderer Zauber ĂŒber den Boulevards und Gassen. Ich, Alain Boulanger, saĂ in meinem BĂŒro in der siebten Etage eines alten Hauses in der Rue Saint-Dominique, unweit des Champ de Mars, und starrte auf die Lichter, die sich im Fenster spiegelten. Mein BĂŒro war klein, aber mit Stil. Ein schwerer Mahagonischreibtisch, ein Ledersessel, der schon bessere Tage gesehen hatte, und Regale voller Akten und BĂŒcher, die sich um die WĂ€nde duckten. Die Tapete war vergilbt, aber das störte mich nicht. Ich mochte es, wenn Dinge Geschichten erzĂ€hlten â und in Paris erzĂ€hlte alles eine Geschichte. Ich schob die halbvolle Tasse CafĂ© noir beiseite und griff nach der Schachtel Gauloises auf dem Tisch. Die Zigarette glimmte im Halbdunkel, wĂ€hrend ich die Akte vor mir durchblĂ€tterte. Es war ein Routinefall: Ein eifersĂŒchtiger Ehemann, der seine Frau beschatten lieĂ. Nichts, was meine Aufmerksamkeit verdient hĂ€tte, aber die Miete musste bezahlt werden, und die Pariser Immobilienpreise waren mörderisch.
Paris, kurz nach Mitternacht. Die StraĂen glĂ€nzten feucht im Schein der Laternen, als hĂ€tte der Regen sie poliert, um das Licht zu spiegeln. Die Stadt schlief nie ganz, aber in diesen Stunden, wenn selbst die Tauben auf den DĂ€chern verstummten, lag ein besonderer Zauber ĂŒber den Boulevards und Gassen. Ich, Alain Boulanger, saĂ in meinem BĂŒro in der siebten Etage eines alten Hauses in der Rue Saint-Dominique, unweit des Champ de Mars, und starrte auf die Lichter, die sich im Fenster spiegelten. Mein BĂŒro war klein, aber mit Stil. Ein schwerer Mahagonischreibtisch, ein Ledersessel, der schon bessere Tage gesehen hatte, und Regale voller Akten und BĂŒcher, die sich um die WĂ€nde duckten. Die Tapete war vergilbt, aber das störte mich nicht. Ich mochte es, wenn Dinge Geschichten erzĂ€hlten â und in Paris erzĂ€hlte alles eine Geschichte. Ich schob die halbvolle Tasse CafĂ© noir beiseite und griff nach der Schachtel Gauloises auf dem Tisch. Die Zigarette glimmte im Halbdunkel, wĂ€hrend ich die Akte vor mir durchblĂ€tterte. Es war ein Routinefall: Ein eifersĂŒchtiger Ehemann, der seine Frau beschatten lieĂ. Nichts, was meine Aufmerksamkeit verdient hĂ€tte, aber die Miete musste bezahlt werden, und die Pariser Immobilienpreise waren mörderisch.